TranscriptionCriteriaZu Schopenhauers Handschriften: Probleme bei der TranskriptionZur Diskussion gestellt von Jochen StollbergGrundsätzlich wird eine buchstabengetreue Transkription angestrebt. Das bedeutet Groß- und Kleinschreibungen (auch die Verwendung von Großbuchstaben innerhalb zusammengesetzter Wörter), die teils eigenwillige, zumindest vom heutigen Gebrauch abweichende, Schreibweise der Wörter, bleibt erhalten. Zum Verständnis notwendige Korrekturen von Wörtern oder Namen erscheinen in den Fußnoten. Im Interesse der Lesbarkeit werden stillschweigend Schopenhauers Kürzungen (Abbreviaturen, Kontraktionen, Ligaturen) ausgeschrieben. Als Ausnahme können die Kürzungen: „u.“, „od.“, „u.s.w.“, „u.s.f.“, „d.h.“, „i.e.“, etc.“ unverändert beibehalten werden, da sie noch heute einem verbreiteten Gebrauch in der Schriftsprache entsprechen. Da der Schriftzug, der „ss“ und „ß“ in Schopenhauers Handschrift bezeichnet, kaum zu diffenzieren ist, schlage ich vor, grundsätzlich „ss“ zu schreiben. Die Ermittlungsergebnisse von persönlichen oder geographischen Namen samt sinnvollen Erläuterungen, wie das Ermitteln von Zitaten und Buchtiteln kommen in den Apparat und dies kann in einem zweiten Arbeitsgang erledigt werden. Darüberhinaus soll die Struktur der jeweiligen Seite erkennbar gemacht werden. Das heißt, Schopenhauers eigenhändige Bogensignaturen, Paginierungen oder Foliierungen bleiben erhalten. Die zum Zwecke der Kollationierung später angebrachten Ziffern werden ebenfalls wiedergegeben und als solche kenntlich gemacht. Von Schopenhauer zum Zwecke der Tilgung gestrichene Buchstaben, Wörter, Satzteile oder Abschnitte, werden, sofern lesbar, transliteriert und als „gestrichen“ bezeichnet, oder werden als gestrichene Wörter gesetzt. Von Schopenhauer eingefügte Wörter (darüber oder an den Rand der Kolumne geschrieben und in der Regel durch ein graphisches Zeichen dort hingeführt, wo eingefügt werden soll) werden an der von Schopenhauer vorgesehenen Stelle eingefügt und durch ([eingefügt:] xxx) bezeichnet. Von Schopenhauer unterstrichene Wörter werden unterstrichen wiedergegeben. Oft sind ganze Seiten oder große Teile von Seiten mit einem Bleistift diagonal oder kreuzweise gestrichen. In der Regel bedeutet dies: „für einen endgültigen Zweck verwendet“. Dies sollte am Beginn der Seite jeweils vermerkt werden. Glossen am Rande der Kolumne, ob sie nun vom Haupttext abweichende Meinungen, erläuternde Tatsachen oder Belegstellen aus der Literatur enthalten, sollten entweder als „am Rande“ gekennzeichnet sein, oder so gesetzt werden, daß sie der Gliederung der Seite entsprechen. Schopenhauers deutsche Kurrentschrift wird mit der jeweiligen normalen Type (antiqua), die lateinische Schreibschrift, die Schopenhauer oft für persönliche oder geographische Namen oder fremdsprachige Wörter verwendet, mit Kapitälchen der Hauptschrift wiedergegeben. Griechische Buchstaben werden beibehalten. Hilfstabellen
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